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Generalversammlung - 24.04.2026

  • 20. Mai
  • 3 Min. Lesezeit


Die Turngesellschaft Seligenstadt 1895 e.V. (TGS) hielt am Freitagabend, den 24.04.2026, ihre Generalversammlung 2026 ab. Rund 75 Mitglieder sowie geladene Gäste unter anderem aus der Politik folgten der Einladung. Im Mittelpunkt standen neben einem positiven Finanzergebnis vor allem die drängenden Fragen rund um den geplanten Neubau einer städtischen Sporthalle auf dem Jahnsportplatz.


Vorsitzender Florian Lebherz eröffnete die Versammlung und zog eine gemischte Bilanz des vergangenen Vereinsjahres. Auf der einen Seite verzeichnet die TGS ein stetiges Mitgliederwachstum, das sie als klares Bekenntnis der Seligenstädter Bürgerinnen und Bürger zum Vereinsleben wertet. Auf der anderen Seite wachsen damit auch der Raum- und Infrastrukturbedarf. Positiv hervorgehoben wurden unter anderem der erste Seligenstädter Tag der Vereine, an dem gleich fünf TGS-Abteilungen teilnahmen, sowie die erfolgreiche Seligenstädter Kerb auf dem Jahnsportplatz, die sowohl musikalisch als auch kulinarisch zu überzeugen wusste. Besonderes Lob erhielt die Abteilung Run & Walk für die Organisation des Seligenstädter Wasserlaufs mit rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.


Schatten auf die positive Stimmung warf die bauliche Situation der TGS-Halle. Ein Gutachten der Hessischen Sportstätten GmbH hatte zahlreiche Trainings- und Turngeräte für den Sportbetrieb gesperrt. Reparaturen und Neuanschaffungen im Wert von mehreren tausend Euro sind notwendig. Hierbei helfen Fördermittel von Sportkreis, Landessportbund Hessen und der Stadt Seligenstadt. Doch Lebherz machte deutlich: Langfristig lösen diese Mittel das grundlegende Problem nicht. Ein undichtes Dach und wiederkehrende Einschränkungen im Sportbetrieb zwingen den Verein regelmäßig zur Suche nach Ausweichlösungen. An die anwesenden Politikerinnen und Politiker richtete er einen deutlichen Appell: Der seit Jahren angekündigte Hallenneubau brauche endlich sichtbare Fortschritte, eine erzwungene Schließung von Abteilungen hätte Folgen weit über den Verein hinaus.


Der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Pachali berichtete über den aktuellen Stand des Projekts „Städtische Halle auf dem Jahnsportplatz“. Im Zuge der bisherigen Abstimmungen wurden verschiedene Anpassungen umgesetzt, darunter die Verkleinerung von einer 4-Feld- auf eine 3-Feld-Halle sowie die Weiterentwicklung hin zu einem PPP-Modell. Diese Veränderungen waren für die TGS mit nicht unerheblichen Einschränkungen und nachteiligen Auswirkungen verbunden. Dennoch hat der Verein den Prozess konstruktiv begleitet und ist auch weiterhin bereit, im Interesse einer zeitnahen Realisierung der wiederholt hinausgeschobenen Entscheidung über einen Neubau tragfähige Lösungen zu unterstützen.


Im Mittelpunkt der weiteren Gespräche stehen insbesondere Fragen der Raumbedarfsplanung, die Bewertung des Grundstücks im Kontext des PPP-Modells, die Einbringung möglicher Verkaufserlöse sowie die Berücksichtigung des Grundsatzes der Gleichbehandlung aller Vereine.


Während der Versammlung übergab Pachali dem anwesenden Bürgermeister Dr. Daniell Bastian eine schriftliche Stellungnahme der TGS. Dr. Bastian erläuterte den aktuellen Verfahrensstand und wies darauf hin, dass der Vertragsentwurf die Grundlage für die vorgesehene europaweite Ausschreibung bildet. Er betonte, dass er keine unüberwindbaren Differenzen in den unterschiedlichen Vorstellungen sieht, sodass die notwendigen steuerlichen und rechtlichen Prüfungen zügig durchgeführt werden können. Er hob hervor, dass es sein Ziel sei, die einmalige Chance jetzt zu nutzen, und appellierte an die gemeinsame Verantwortung.


Im Rahmen der Versammlung wurde Luise Brocke für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die höchste Vereinsauszeichnung, der Ferdinand-Schreiner-Preis, wurde Jens Bodensohn für sein jahrzehntelanges Engagement als Sportler, Trainer und Abteilungsleiter verliehen.


Ein besonderer Moment der Versammlung war der Abschied von Reinhard Krauß, der nach jahrzehntelanger engagierter Tätigkeit aus dem geschäftsführenden Vorstand auf eigenen Wunsch ausscheidet. Florian Lebherz würdigte seinen unermüdlichen Einsatz für die TGS in bewegenden Worten. Auch Rosel Beike ergriff das Wort und schilderte emotional die gemeinsame Zeit mit Reinhard Krauß. Ein Zeugnis dafür, wie sehr er im Verein verwurzelt ist. Der geschäftsführende Vorstand überreichte ihm als Zeichen der Wertschätzung einen Fresskorb sowie ein Abschiedspräsent, seiner Frau Helga Krauß, die ihn stets begleitet hat, galt ebenfalls ein herzlicher Dank in Form eines Blumenstraußes. Reinhard Krauß selbst nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Abteilungen zu bedanken, und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der lang ersehnte Hallenneubau bald Wirklichkeit wird. Auch Mitglied Denis Krumb schloss sich dem Dank an und unterstrich damit, welch hohen Stellenwert Reinhard Krauß im gesamten Verein genießt.


Als seine Nachfolgerin im Amt im Amt des Vorstands Finanzen wurde Karoline Keil begrüßt. Als neuer Beisitzer zog Luca Uschmann in den geschäftsführenden Vorstand ein. Bei den Wahlen wurden alle Abteilungsleiter, der Verwaltungsrat sowie der Ältestenrat bestätigt. Als neue Kassenprüferin wurde Simone Ochs gewählt.

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